In der Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschuss „Kleve“ (PUA III) stand am Dienstag der Zellenbrand in der Justizvollzugsanstalt Kleve im Mittelpunkt, bei dem Amad A. ums Leben kam. Daran, dass der junge Syrer das Feuer selbst legte, gibt es für Oliver Kehrl, Sprecher der CDU-Landtagsfraktion für den „PUA Kleve“, keine Zweifel, die gehörten Sachverständigen seien sich hierin vollkommen einig:

„Amad A. starb infolge eines Feuers in seiner Zelle der JVA Kleve. Einem Feuer, das er selbst gelegt hat. Der Brandhergang ist durch drei unabhängige Gutachten längst beleuchtet worden. Alle heute gehörten ermittelnden Beamten von Polizei, Feuerwehr und die Sachverständigen sind sich einig darin, dass das Feuer selbst gelegt worden ist. Auch der umfangreiche Abschlussbericht der Staatsanwaltschaft Kleve hat die Ursachen, die zum tragischen Tod des Syrers Amad A. führten, bereits detailliert und kenntnisreich dargelegt.

Die heutigen Zeugenaussagen lassen die verbreiteten Anschuldigungen der SPD-Opposition inhaltlich nicht zu. Die Bediensteten der JVA Kleve haben den Brand selbst gelöscht, ,in vorbildlicher Weise‘, wie es heute hieß. Die Feuerwehr war unmittelbar danach vor Ort. Auch den von der SPD als Beweis herbeigedichteten Notruf hat es in dieser Form nicht gegeben. Es gibt laut Aussagen der vernommenen Zeugen keine Zweifel, dass Amad A. das Feuer in seiner Zelle in suizidaler Absicht selbst entzündete.

Dass sich die tragischen Umstände, die zum Tod des jungen Syrers führten, nicht wiederholen dürfen, ist hingegen völlig unstrittig. In der bisherigen Beweisaufnahme hat sich klar herausgestellt, dass die NRW-Landesregierung nach dem Tod von Amad A. umgehend reagiert und Versäumnisse der rot-grünen Vorgängerregierung beseitigt hat.“