NRW-Koalition fördert freischaffende Künstler in Köln

Köln bekommt gut 1,2 Millionen Euro vom Land zur Konzeptionsförderung der Freien Darstellenden Künste. Dazu erklären die CDU Landtagsabgeordneten Florian Braun, Oliver Kehrl und Bernd Petelkau:

„Applaus für die freien Tanz- und Theaterensembles hier in Köln. Die Theater- und Tanzensembles A. Tonal, ANALOG Theater, DIN A 13, Emanuele Soavi incompany, Futur 3, IPTanz, Performing Group, Reut Shemesh, Silke Z. resistdance und Wehr51 haben die Jury überzeugt und sich die Förderung durch eigene Kreativität und Engagement verdient.

Wir freuen uns, dass sie nun über drei Jahre eine konzeptionelle Unterstützung von insgesamt gut 1,2 Millionen Euro bekommen. Jetzt können die Ensembles sicherer planen, neue Konzepte entwickeln und sich professionalisieren. 

Die NRW-Koalition sorgt für bessere Rahmenbedingungen für die Arbeit der Freien Darstellenden Künste – so können sich die Künstler noch besser auf ihren Schaffensprozess konzentrieren.“

Hintergrund:

Die Ensembles erhalten für einen Zeitraum von drei Jahren bis zu 50.000 Euro jährlich. Insgesamt stehen 1,3 Millionen Euro pro Jahr für die Konzeptionsförderung zur Verfügung. Die Konzeptionsförderung wird in einem dreijährigen Rhythmus ausgeschrieben und gehört zum neuen Förderkonzept der Landesregierung für die Freien Darstellenden Künste. Schon 2018 ist die institutionelle Förderung um ein Drittel angehoben worden, nun die konzeptionelle. Bis 2022 investiert das Land für das Gesamtkonzept rund 4,5 Millionen Euro jährlich.

NRW investiert in frühe Bildung – Grundschüler müssen Deutsch sprechen können

Carsten Linnemann hat ein wichtiges bildungspolitisches Thema angesprochen. Integration kann nur gelingen, wenn die Menschen, die integriert werden sollen, die Sprache des Landes sprechen, in dem sie leben. Und in dem sie arbeiten wollen. Die Grundlagen der Sprachkompetenz erlangt man bereits in der Kindheit. Werden Kinder jedoch ohne ausreichende Sprachkenntnisse eingeschult, haben sie ein großes Problem. Sie müssen ein Niveau haben, auf dem sie dem Unterricht folgen und mitarbeiten können. Denn sonst werden alle frustriert: Sie selbst, die Lehrer – und die deutschkundigen Mitschüler, die in ihrem Lernfluss gehemmt werden.

Linnemanns Befund, dass zu viele Kinder besonders aus Migranten-Familien in den deutschen Grundschulen über gar keine oder sehr schlechte Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen, ist nicht populistisch oder gar rechtes Gedankengut, wie ihm leider vorgeworfen wurde, sondern ein realistischer Befund, wie ihn leider viele Eltern in Schulen heutzutage wahrnehmen.

Julia Klöckner und Mike Mohring haben bereits 2016 sogenannte „Vorschaltklassen“ gefordert, die Linnemann nun ebenfalls als Lösung vorschweben, um Sprachkompetenz vor dem Eintritt in die Grundschule zu fördern. Ich halte das für einen guten Vorschlag. In NRW haben wir mit viel Geld durch die neue Kita-Finanzierung Möglichkeiten geschaffen, Kinder vor der Grundschule stärker zu fördern, da wir mehr Geld in die Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher stecken. 

Es ist schlechter Stil, Gedanken oder Vorschläge, die einem nicht in den Kram passen, mit der Populismus-Keule zu bekämpfen. Wir sollten vielmehr über dieses wichtige Thema der Sprachkompetenz von Migrantenkindern eine sachliche Debatte führen, denn auf diese Art können wir Lösungen finden. Nur wer redlich diskutiert und alle Argumente abwägt, kann schließlich kluge politische Entscheidungen treffen. 

Nicht ohne Grund haben Privatschulen in Deutschland großen Zulauf, jeder elfte Schüler lernt bereits in einer Privatschule. Natürlich müssen sich das die Eltern leisten können. Wie Manuela Schwesig, die SPD-Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, deren Kinder eine private Schule besuchen. Das kann nicht der Sinn unseres Bildungssystems sein, es führt zu einer Spaltung der Gesellschaft. Wir brauchen öffentliche Schulen, in denen alle zusammen lernen können. Nur Klassen, in denen alle Schüler gute Deutschkenntnisse haben, können gute Klassen sein.

Und zum Schluss noch ein Satz von Lee Iacocca, warum wir uns auch als Wirtschaftspolitiker mit diesen Themen auseinandersetzen müssen: „Die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beginnt nicht in der Fabrikhalle oder im Forschungslabor. Sie beginnt im Klassenzimmer“.