In der Debatte um einen möglichen Verbund der städtischen Kliniken und der Universitätsklinik sprechen sich der Kölner Bundestagsabgeordnete Heribert Hirte und Oliver Kehrl, Mitglied des Landtages, für eine Entscheidung noch in diesem Jahr aus.

„Das kürzlich vorgelegte Sanierungsgutachten prognostiziert der städtischen Klinik-Gesellschaft dauerhaft ein Minus von sechs Millionen Euro pro Jahr“, so Heribert Hirte. Darum sei schnelles Handeln geboten: „Von einem Verbund mit der Uniklinik würden alle profitieren – nicht zuletzt der Forschungsstandort Köln.“ Der Ausbau der Charité in Berlin habe gezeigt, dass die Bündelung medizinischer Institutionen Arbeitsplätze schaffe und Forschungsgelder anziehe. „In einer Stadt mit einem so guten medizinischen Versorgungsnetz dürfen wir diese Chance auf keinen Fall vergeben.“

Auch für Oliver Kehrl spricht alles für eine Fusion: „Gerade wenn wir Arbeitsplätze sichern wollen, gibt es keine Alternative zum Klinikverbund.“ Eine Schließung etwa des Standortes Holweide, wie im aktuellen Gutachten angeregt, könne so vermieden werden. Bedenken angesichts der Führungsrolle der Uniklinik seien grundlos. „Wir reden hier schließlich nicht von einer Übernahme durch einen privaten Investor, sondern durch eine Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Inhaber das Land ist.“

Für Heribert Hirte ist die geplante Zusammenarbeit vor allem auch im Sinne der Bürger: „Die gesundheitliche Maximalversorgung der Kölnerinnen und Kölner ist das wichtigste Ziel. Dafür ist der Klinikverbund der beste Weg.“