TTIP/CETA: Verträge schaffen Sicherheit und Freihandel schafft Wohlstand

Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass unser wirtschaftlicher Wohlstand in Europa und
Deutschland in den letzten 70 Jahren vor allem durch freien Welthandel entstanden
ist. Insbesondere auch die ärmsten Entwicklungsländer der Welt haben durch freien Handel
in den letzten Jahren die höchsten Wohlstandsgewinne ihrer Geschichte errungen.

Somit profitieren wir alle, wenn Zölle, unterschiedliche Standards, zu starke Regulierungen
und zu viel Bürokratie zwischen den Wirtschaftsräumen abgebaut werden. Das ist der Sinn
von Abkommen wie CETA und TTIP. Für unseren Wohlstand müssen wir uns mit den USA auf
gemeinsame Spielregeln verständigen. Als Europäer werden wir unsere hohen Standards
nicht verteidigen können, wenn wir keine starken Verbündeten haben. Unsere
Gemeinsamkeiten mit den USA sind viel größer als das, was uns trennt.

Es ist legitim, Einzelprobleme wie Investitionsschutz, Schiedsgerichte oder Details im
Verbraucherschutz kritisch zu diskutieren. Genau um diese unterschiedlichen Positionen
wird in den TTIP und CETA-Verhandlungen zwischen der EU und den USA/Kanada
gestritten. Es gibt dabei nichts, was verschwiegen oder verheimlicht wird. Daher haben die
geäußerten Befürchtungen, dass hiesige Standards „verwässert“ würden, wenig mit der
Realität zu tun. Die Verbraucher sind auch in Zukunft erwachsen genug, ihre Lebensmittel
frei auszuwählen und zu unterscheiden, was für sie gut ist und was nicht.

Die Globalisierung kann man nicht mal samstags wegdemonstrieren!
Die Gewichte der Weltwirtschaft verschieben sich zunehmend Richtung Asien: Wir haben die
Wahl, ob wir die Regeln des Freihandels mitbestimmen wollen und damit auch global unsere
Werte verteidigen. Oder ob wir außen vor sind und damit unseren Wohlstand und den
unserer Kinder nachhaltig gefährden.

Die Kritiker und die linken Parteien sind auch aus einem anderen Grund nicht sehr
glaubwürdig: Sie möchten die Afrikaner vom Freihandel fernhalten weil das denen angeblich
nicht gut tut. Die EU sorgt mit ihren hohen Zöllen auf Agrar-Importe leider dafür, dass die
armen Länder in Afrika arm bleiben. Wir können mehr Freihandel mit TTIP gut gebrauchen.
Dafür braucht es Regeln und Verträge. Genau die werden gerade verhandelt. Und das ist gut
so.

Veröffentlicht in TTIP