Keine Stadtentwicklung ohne Verkehrsentwicklung: CDU-Abgeordnete laden BĂŒrgerinitiativen zum Informationsabend rund um die neue Stadtbahn nach Rondorf

Der Kölner Landtagsabgeordnete Oliver Kehrl und Heribert Hirte, Mitglied des Deutschen Bundestages, haben am Dienstag BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zu einer Informationsveranstaltung rund um das Thema „Stadtbahn nach Rondorf“ eingeladen. Zu Gast waren die Kölner Verkehrsdezernentin Andrea Blome und Gunther Höhn, Leiter des KVB-Verkehrsmanagements. Rede und Antwort standen außerdem Monika Roß-Belkner, Mitglied des Verkehrsausschusses im Rat der Stadt Köln, der CDU-Fraktionsvorsitzende in der Rodenkirchener Bezirksvertretung, Christoph Schykowski, sowie Christian Melchert vom Amt fĂŒr BrĂŒcken, Tunnel und Stadtbahnbau.

Melchert stellte zu Beginn das bisherige Planungsverfahren und die verschiedenen Varianten der LinienfĂŒhrung vor. Im Mittelpunkt stand hier vor allem die geplante Querung des Bonner Verteilers: „Dabei werden auch die VorschlĂ€ge aus der BĂŒrgerschaft gutachterlich untersucht und ins Planungsverfahren eingebunden“, versicherte Melchert.

Im Anschluss erlĂ€uterte Gunther Höhn das Finanzierungssystem des Bauprojekts. Er nutzte die Gelegenheit, um die Bedeutung der anwesenden BĂŒrgerinnen und BĂŒrger als Multiplikatoren hervorzuheben: „Ich möchte Sie fĂŒr dieses Projekt begeistern. Denn Köln ist eine wachsende Stadt und die KVB ist hier Teil der Problemlösung.“

Bei der anschließenden Fragerunde brachten viele BĂŒrger ihre Bedenken zum zusĂ€tzlichen Verkehrsaufkommen durch das geplante Neubaugebiet in Rondorf zum Ausdruck. Andrea Blome betonte: „Es gibt keine Stadtentwicklung mehr ohne Verkehrsentwicklung. Und auch die soziale Infrastruktur wird heute immer mitgedacht.“ Auch Oliver Kehrl stellte klar, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt habe: „Das Beispiel SĂŒrther Feld zeigt, wie es nicht geht. Ich möchte hier ein großes Lob an die BĂŒrgervereine aussprechen, die den Prozess in Rondorf so konstruktiv begleiten.“

Berno Huber von der Dorfgemeinschaft Rondorf e.V. plĂ€dierte fĂŒr ein infrastrukturelles Gesamtkonzept im Kölner SĂŒden, das auch die Beruhigung der Dorfstraße und eine zusĂ€tzliche sĂŒdliche Umgehung miteinbezieht. „Die nördliche Entflechtungsstraße ist GeschĂ€ftsgrundlage“, sagte Blome dazu. „Was weitere Umgehungsstraßen angeht, haben wir zwar auf Seiten des Landes ein dickes Brett zu bohren, weil Autobahnen bei der Straßenplanung PrioritĂ€t haben. Aber wir sind dran!“

Der vorgebrachten Sorge der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, dass die Stadt bereits mit einer favorisierten Variante in das öffentliche Beteiligungsverfahren zur StadtbahnfĂŒhrung geht, stellten sich sowohl Oliver Kehrl als auch Gunther Höhn entgegen. „Die VariantenprĂŒfung ist ein völlig ergebnisoffener Prozess“, so Kehrl.

Ingo Brambach von der Initiative „Aktiv fĂŒr Meschenich“ brachte das Thema der Anbindung der neuen Stadtbahn ins GesprĂ€ch. Er sprach sich gegen eine geplante Park and Ride-Anlage im Meschenicher Norden und fĂŒr einen schnellen Beginn des zweiten Bauabschnitts aus. Dieser sieht die VerlĂ€ngerung der Stadtbahn bis in den SĂŒden des Stadtteils vor. Hier stellte Höhn klar, dass man die Bauabschnitte aus GrĂŒnden der Finanzierung trennen mĂŒsse: „Als gemeinsame Maßnahme wĂŒrde der erste Bauabschnitt seine FörderfĂ€higkeit aus Bundesmitteln verlieren. Wir mĂŒssen jetzt zunĂ€chst den Fortschritt bei der geplanten Umgehungsstraße abwarten.“

Zum Abschluss unterstrich Oliver Kehrl noch einmal die Bedeutung der BĂŒrgerbeteiligung: „Wir wollen Transparenz in allen Schritten des Verkehrsprojekts. Dazu gehört auch die Digitalisierung der Ampelanlagen am MilitĂ€rring und am Verteilerkreis. Das werden wir im Land weiter vorantreiben. Und wir freuen uns weiterhin ĂŒber den konstruktiven Austausch mit den Initiativen vor Ort.“

Die PrÀsentationen von Stadt und KVB zum Thema finden Sie unter www.oliver-kehrl.koeln/wp-content/uploads/2018/11/Rondorf-PrÀsentationen.zip