Gemeinsam für den Straßenkarneval – Außengastronomie gehört dazu.

Außen-Ausschank auch an Karneval!
Sicherheit und Ordnung haben für die CDU auch im Straßenkarneval Priorität. Doch wir sollten die Kölner Gastronomen nicht an den wichtigsten Tagen des Jahres umsatzmäßig schädigen, indem wir ihnen den Außenausschank verbieten. Wir brauchen eine Lösung, mit der alle leben können.
In einer Frage sind sich alle verantwortungsbewussten Kölner einig: Die Exzesse vom vergangenen 11.11. dürfen sich nicht wiederholen. Unkontrolliertes Saufen in Ballermann-Art und aggressives Rowdytum haben nichts mit Karneval zu tun, derartige Verhaltensweisen schaden vor allem dem Image der Stadt. In Köln Karneval zu feiern bedeutet nicht, ohne Rücksicht auf Verluste, die Sau rauslassen zu können. Zum Kölner Karneval gehört traditionell der respektvolle Umgang miteinander.
Was also tun, um den anstehenden Straßenkarneval in geordnete Bahnen zu lenken?

Als CDU-Politiker geht es mir darum, einen Ausgleich zu finden, der die Sicherheit der Anwohner in den Karnevals-Hotspots, aber auch die Interessen der Wirte und der verantwortungsbewussten Feiernden berücksichtigt. Es ist richtig, dass die Stadt Köln ein Glasverbot in den Haupt-Feier-Zonen verhängt, die Zahl der Toiletten aufgestockt hat und mehr Ordnungskräfte einsetzt. Es darf im Karneval keine rechtsfreien Räume gehen. Bei Verstößen sollten konsequent Ordnungsgelder verhängt werden.
Vom Verbot des Außenausschanks in der Altstadt, rund um den Chlodwigplatz und auf der Zülpicher Straße halte ich dagegen nichts. Ein Kölsch auf der Straße trinken zu können, gehört zum Karneval dazu. Und für die Gastronomen ist der Außenausschank essentiell, da sie mit ihm an den Karnevalstagen einen großen Teil ihres Jahresumsatzes machen. Als Selbstständige zahlen sie hohe Steuern und sollen nun ausgerechnet an den wichtigsten Tagen umsatzmäßig eingeschränkt werden? Eine schlechte Idee.
Mir erscheint der Vorschlag vernünftig, den Kölner Wirte der Stadt unterbreitet haben. Sie wollen ihre Toiletten für den Außenausschank verdoppeln, sich um den Müll kümmern und ein Mehrwegsystem einführen. Die von ihnen angeheuerten Security-Kräfte sollen zudem mit dem Ordnungsamt kooperieren. Es ist schön, dass die Wirte sich so konstruktiv zeigen.
Zum verantwortungsbewussten Feiern gehört es aber auch, dass sich jeder Jecke in seinem Verhalten selbst hinterfragt und im Zweifelsfall mäßigt, um Mitmenschen und Anwohner nicht zu belästigen.

Alle Beteiligten sind in der Verantwortung, alle sollten an einem Strang ziehen. Denn nur so können wir es erreichen, dass unser Karneval ein friedliches Fest für alle Kölner bleibt.

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