CDU KölnTalk – Geschäftsführer Wehrle erklärt den FC der Zukunft

 

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Alexander Wehrle ist seit 2013 Geschäftsführer des 1. FC Köln. In dieser Zeit ist es dem 43-jährigen Schwaben einerseits gelungen, den Verein finanziell zu konsolidieren. Andererseits erlebte er einen Aufstieg in die Bundesliga – und den jüngsten Abstieg in die Zweite Liga. Auf Einladung der CDU im Stadtbezirk Rodenkirchen und der Jungen Union sprach Wehrle am Donnerstag im Geißbockheim über die strategische Ausrichtung des Fußball-Vereins, der mit dem nicht exakt kalkulierbaren Faktor des sportlichen Erfolges oder Misserfolges leben muss.

Eines sei dennoch klar, sagte Wehrle: „Unsere Zielsetzung muss der Aufstieg sein.“ Dazu steht dem FC in der Saison 2018/19 der für Zweitliga-Verhältnisse sehr hohe Jahresetat von 25 Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem erklärte Wehrle die Marke FC, den Club, der sich „spürbar anders“ nennt – und auch in Zeiten sportlichen Misserfolges ein Zuschauermagnet bleibt; der als Verein aller Kölner bodenständig bleiben will, sich andererseits aber internationalisieren und digitalisieren muss, um nicht hinter die Konkurrenz zurückzufallen.

Deshalb engagiert sich der FC in China und Japan und verstärkt seine Aktivitäten im Bereich des E-Marketings und digitalen Angebotes von Bewegtbildern. Zudem schloss der Klub eine Partnerschaft mit einem Unternehmen aus der Gaming-Branche ab. Zur Zukunftsplanung gehört auch der Ausbau der Anlagen am Geißbockheim, über die lange verhandelt wurde – mit Erfolg: „Ich denke, dass wir bald die Baugenehmigung bekommen werden“, sagte Wehrle, der die Kölner CDU ausdrücklich dafür lobte, dass sie sich für das Gelingen des Projekts eingesetzt habe.

Ein weiterer Punkt, der dem Geschäftsführer wichtig ist: Seit er den FC kaufmännisch leitet, ist die Mitgliederzahl von etwa 50.000 auf 102.490 gestiegen. Das sei ihm aber noch nicht genug: „Ich möchte gern 200.000 Mitglieder erreichen“, sagte Wehrle. Damit würde der FC zur deutschen Nummer zwei hinter dem FC Bayern München aufsteigen, der 290.000 Mitglieder hat.

MdL Oliver Kehrl, Vorsitzender der CDU im Stadtbezirk Rodenkirchen, freute sich über Wehrles „inhaltsstarken Vortrag“ und entdeckte Parallelen zur politischen Arbeit – nämlich: „Auch wir müssen einerseits unsere Fundamente bewahren, die Sicherheit und Ordnung. Und darauf aufbauend andererseits das Land modernisieren.“

Zweiter Redner des Abends war, passend dazu, Niklas Kienitz, Ratsmitglied der CDU in Köln. Er legte dar, wie die CDU und er als Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses, die Planung der Stadt der Zukunft vorantreiben wollen. Dabei sprach er über die Projekte in Mülheim, Deutz, Parkstadt-Süd und Rondorf. Wobei natürlich die beiden Letzteren für die CDU im Kölner Süden besonders wichtig sind. In allen Fällen geht es um integrierte Planung. Und darum, dass die Infrastruktur entsprechend mitwachsen muss, damit die Stadt Köln – wie ihr liebster Verein, der FC – die Herausforderungen der Zukunft meistern kann.